Ugo
Foscolo
Der
italienische Dichter, Ugo Foscolo, kam am 6. Februar 1778 auf Zakynthos zur
Welt. Sein Vater, Andrea Foscolo, war ein Artzt venezianischer Herkunft und
seine Mutter, Diamandia Spathi, war eine Griechin. Obwohl sein Taufname Niccolo
war, zog er es vor, Ugo genannt zu werden.
Als er noch auf
Zakynthos war, versuchte sein Lehrer Antonios Martelaos, ein berühmter
Gelherter dieser Zeit, samt seiner Mutter Patriotismus in ihm zu erwecken. 1788
nach dem plötzlichen Tod seines Vaters und aufgrund finanzieller
Schwierigkeiten, zog er mit seiner Mutter und seiner Geschwister nach Venedig,
wo er besonders die Werke hearusragender Griechen und Römern des Altertums
studierte sowie die Werke der auffälligsten italienischen Schriftstellern. Er
zeigte sogar ein besonderes Interesse für die Ideale, die während der
Aufklärung verbreitet wurden und daraufhin entschied er für die Vorherrschaft
der demokratischen Ideale der Französischen Revolution zu kämpfen.
Also
er wurde bei der demokratischen Armee Neapels eingestellt, nahm an vielen
Schlachten teil und bekam sogar den Posten des Offiziers. Einige Jahre später
ginge er nach Milan und später nach Pavia, wo er als Professor bei der
gleichnamigen berühmten Universität der Stadt angestellt wurde. 1812 lernte er
Andreas Kalvos in Florenz kennen, der daraufhin zu seinem Sekretär wurde und
ihm nach Schweiz (1815) und anschließend nach Londra begleitete. Foscolo suchte
eigentlich Zuflucht im Ausland denn er wurde in Italien, nach dem Sturz
Napoleons, von den Österreichern wegen seiner liberalen Ideen verfolgt. Ihre
Beziehungen brachen aber nach einem gewissen Punkt ab und im Jahr 1817 trennten
ihre Wege.
Nach dem Ausbruch der
griechischen Revolution, hatte Ugo den Wunsch an dem Unabhängigkeitskampf zu
beteiligen, was sich aus seinem Brief an Mavrokordatos ergibt. Jedoch war er
nicht imstande seinen Wunsch in Erfüllung zu bringen aufgrund seiner schlechten
Gesundheit.
Das Lebenswerk von Ugo
Foscolo war von erheblicher Bedeutung: er schrieb eine Vielzahl von Sonetten,
Tragedien, Kritiken und Studien sowie einen Roman mit dem Titel: “Le ultime
Lettere di Jacopo Ortis” (letzte Briefe des Giacomo Ortis). Außerdem hat er die
Iliad auf italienisch übersetzt. Am 10. September 1827 kam er arm und verlassen
in England ums Leben und seine Gebeine wurden 1871 nach Florenz transportiert.
Antonios
Matesis
Antonios Matesis wurde 1794 auf Zakynthos geboren und er hatte eine adlige
Abstammung. Er war besonders ausgebildet (er hatte Jura studiert) im Vergleich
zu seinen Zeitgenossen. Er war eng mit Dionysios Solomos befreundet und er war
ein begeisterter Bewunderer seiner Dichtung. Über alles jedoch war er Anhänger
der neugriechischen Volkssprache. Er hat mit all seiner Kraft zum
Unabhängigkeitskampf der Griechen beteiligt und er kannte sogar persönlich
Spiridonas Trikoupis, den renommierten Historiker der griechischen Revolution.
Er verfasste mehrere Gedichte und übersetzte ein Werk von Ugo Foscolo mit dem
Titel “Gedicht von den Gräbern” (I sepolcri) sowie ein Vielzahl von altgriechischen
klassischen Werken. Sein Hauptwerk war “Vasilikos”, ein Theaterstück, daß als
ein der wichtigsten Werken der neugriechischen Dramaturgie betrachtet wird. Die
Erzählung geht auf das Leben auf Zakznthos im Jahr 1772 ein sowie auf die
Sozialklassen dieser Zeit und ihre Gebräuche. Das Werk lässt sich von einer
lebhaften Schilderung und einer satirischen Stimmung kennzeichnen. Matesis kam
1785 auf Syros ums Leben.
Elisabeth
Moutzan-Martinengou
Elisabeth Moutzan-Martinengou wurde 1801 auf Zakynthos geboren. Sie war
eine Schriftstellerin und sogar die erste Griechin, die in Prosa schrieb. Sie
war eher produktiv und schrieb ein Vielzahl von Theaterstücken sowohl auf
italienisch als auch auf griechisch. Jedoch ist leider nur ihre Autobiographie
bis heute erhalten geblieben, die 1831 herausgebarcht und später von ihrem
eigenen Sohn zensiert wurde. Ihr Lebenswerk ist von erheblicher Bedeutung
angesichts der Tatsache, dass es als eine Protest gegen den Ausschluß der
Frauen dieser Zeit aus dem öffentlichen Leben und der Bildung betrachtet wird.
Sie selbst war in ihr eigenen Haus eingeschlossen dem Brauch der Zeit gemäß und
daraufhin widmete sich selbst leidenschaftlich der Literatur. Sie war die
Vorläuferin feministischer Ansichten in Griechenland. Sie heiratete gegen ihren
Willen und 1831 starb kurz nach der Entbindung ihres Sohnes.
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