Geschichte
Zakynthos, die schon seit der
prähistorischen Zeit bekannt ist, wurde von Homer “Iliessa” (d.h. bewaldet)
genannt. Im Altertum gehörte die Insel zum Königreich Ithaka und die Zakynthier
haben sogar unter der Führung von Odysseus am Trojanischen Krieg beteiligt. Der
Legende nach, bekam die Insel ihren Namen vom Sohn des mythischen Königs
Dardanos, der den Namen Zakynthos trug und als erster Bewohner der Insel
angesehen wird. Gemäß Funden aus der Steinzeit wurde die Insel recht früh
besiedelt. Aufgrund ihrer geographischen Lage und ihrer Teerquelle stand in
dieser Zeit der Handel und die Kultur in höher Blüte. In der klassischen Zeit
war Zakynthos ein autonomer und blühender Stadtstaat. Im Laufe der Persischen
Kriegen blieb Zakynthos neutral aber nach dem Ausbruch des Peloponnesischen
Krieges alliierten sich die Zakynthier mit den Athenern. 150 v. Chr. wurde die
Insel von den Römern erobert. Zur Blütezeit des Römischen Reichs wurde
Zakynthos ein autonomer Staat, aber während seiner Verfallsperiode, sie war den
zahlreichen Invasionen der Barbaren ausgesetzt.
Die christliche Religon wurde relativ früh auf Zakynthos verbreitet und
zwar kirchliche Sagen erwähnen, dass Maria Magdalena selbst 34 n. Chr. das
Christentum auf der Insel einführte. In byzantinischer Zeit wurde die Insel
anfänglich der Provinz Illyrien und danach der Kephallinia unterstellt, während
sie große Zerstörungen von Piraten und Vandalen erlitt. Nachdem Zakynthos von
den Römern unterjocht worden war, (1204) ginge die Herrschaft über die Insel
auf die italienischen Grafen Orsini und anschließend auf die Familie de Tocci
über. Die Türken haben es nicht geschafft auf der Insel einzufallen. Angesichts
der türkischen Bedrohung verließen endlich die Tocci die Insel und danach
wurden sämtliche ihre Einwoher (um 1480) auf das Festland vertrieben. 1485
übernahmen die Venezianer die Macht und ruften die vertriebenen Zakynthier
zürück. Im Laufe der venezianischen Herrschaft wurde Zakynthos von schweren
Erdbeben und Seuchen heimgesucht. Außerdem fanden soziale Unruhen statt wie der
Volksaufstand gegen der Adligen, bekannt unter dem Namen “Rebellion der
Popolari”. 1797 wurde die Insel von den Franzosen erobert, was ein Ende der
venezianischen Besetzung und der Feudalherrschaft setzte. 1799 trat Zakynthos
in den neuerrichteten Ionischen Staat ein und wenige Jahre später (1809) nahmen
die Engländer, durch das Abkommen von Paris, die Insel ein. Nach dem Ausbruch
der griechischen Revolution von 1821 stellten sich die Zakynthier auf der Seite
der Griechen, trotz dem Widerstand der Engländer, und ab 1818 wurde der Sitz
des Geheimbundes “Filiki Eteria” (Freundschaftsgesellschaft) nach Zakynthos
verlegt, wo auch Kolokotronis (ein der berühmtesten Unabhängigkeitskämpfer
Griechenlands) eingeweiht wurde.
Im Laufe der englischen Herrschaft blühte
die Bildung und die Literatur auf der Insel. Trotzdem gab es zahlreiche
Gruppen, die nach dem Abschütteln des englischen Jochs und der Vereinigung mit
Griechenland strebten. Ihre Kämpfe brachten endlich den erwünschten Erfolg und
die langersehnte Vereinigung der Eptanisa Inseln mit dem übrigen Griechenland
fand am 21. Mai 1864 statt. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts wurde durch die
nationale Spaltung, die Besetzung durch die Italiener und die Deutsche und das
Erdbeben von August 1953, das die ganze Insel verheerte, tief geprägt. |