Der Karneval auf
Zakynthos
Der Karneval wird auf Zakynthos von ihren
Einwohnern enthusiastisch gefeiert. Insbesonders die letzten Jahre leben die
Zakynthier mehrere alte Bräuche mit großem Erfolg auf. Es lohnt sich aber
vorerst einen kurzen Rückblick auf die Karnevalsgeschichte zu werfen.
Der Karneval als Feier begann während der Periode der venezianischen
Herrschaft auf der Insel stattzufinden und es ginge eigentlich um eine
Nachahmung des venezianischen Karnevals. Im Verlauf der Zeit jedoch entwickelte
er seinen eigenen Stil und Farbe. In der Karnevalzeit erlaubten die Behörden
den Einwohnern von Zakynthos ihr Gesicht mit Masken zu verdecken und auf den
Straßen und Plätzen der Insel umherzuschlendern. Viele Herrenhäuser
veranstalteten sogar Tanzbälle, während das einfache Volk sich mit einer Art
improvisierten Theatervorstellungen im Freien, die als “Omilies” bekannt waren,
und mit der Aufführung verschiedener Sketchen auf Karren amüsierte. In den
Dörfern amüsierten sich die Menschen mit den sogenannten Giostren bzw.
die Duellen von Berittenen und mit dem Gaitanaki (eine Art
Karnevalstanz).
Der Karneval war bis Anfang des 19.
Jahrhunderts sehr berühmt und sogar wurde von Leuten aus ganzen Griechenland
und insbesonders aus Peloponnes besucht. Jedoch verlor er im Laufe des 19.
Jahrhunderts zum großen Teil seinen Glanz angesichts der Tatsache, dass sowohl
die Bälle als auch die Festen in den Abendstunden beschränkt wurden.
Heutzutage strömen am ersten Sonntag “Tou Asotou” (Gourounokyriaki) die
Ausrufer auf die Straßen um den Beginn des zakynthischen Karnevals
bekanntzumachen. Am “Tsiknopempti” (der Donnerstag vor dem Fasching), der als
der Tag des eigentlichen Beginns des Karnevals betrachtet wird, findet in der
Hauptstadt der Insel der Eingang des Karnevalkönigs statt. Am letzten Sonntag
marschiert der “Piccolo Karneval” vorbei, der aus kleinen Karnevalisten
besteht, während am Käsesonntag (Kyriaki tis Tyrinis) der große Karnevalumzug
und viele satirische Sketchen abgehalten werden. In den letzten Jahren lebten
sogar zwei alte zakynthische Bräuche auf bzw. Giostra und die Nachahmung
der venezianischen Hochzeitsfeier und sogar viele Karnevalsketchen wurden auf
der ganzen Insel aufgeführt. Der Karnevalumzug endet denselben Tag mit der
“Bestattung der Maske”, die auch als “Povero Karneval” bekannt ist, wo der
Karnevalkönig zu Grabe getragen wird. Die “Bestattung” ist großartig und der
Festzug reicht bis zur Landungsbrücke des Hafens, wo traditionsgemäß der
Karnevalkönig verbrannt wird. |