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Tänze und Lieder von Zakynthos
Zakynthos verfügt über eine reiche Kultur, die ihren
Ausdruck in dem Volkstanz und der Musik findet. Die verschiedenen
Musikrichtungen, die sich auf der Insel entwickelten sowie die entsprechenden
Tänze sind bis heute bewahrt und tief in dem Leben und der Seele der
Einheimischen gewurzelt. Ihre Entstehung ist großenteils auf die besondere
Geschichte der Insel aber auch auf die edlere Seele ihrer Einwohnern
zurückzuführen.
Obwohl die Musiktradition der Insel von Generation zu
Generation hochgehalten wurde, waren die Volkstänze nicht gleichermaßen
gepflegt. Jedoch dank der älteren und traditionsbewußten Menschen eines jeden
Dorfes wurden diese Tänze der neuen Generation überliefert. In den letzten
Jahren findet ein systematischer Versuch statt, die auf das Einstudieren und
die Bewahrung traditioneller Tänzen von Zakynthos zielt.
Daraus ergab sich, dass die Tänze der Stadt
unterschiedlich von den Tänzen der Dörfern waren. Der Grund besteht darin, dass
die Städte großenteils vom Westen beeinflüsst wurden. Zum Beispiel bei Mazurka,
Polka und Kantrillies lassen sich westliche Einflüsse erkennen.
Im Gegensatz wurde in den Dörfern das griechische Element unverfälscht bewahrt.
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass auf Zakynthos die traditionelle
griechische Volkstänze, wie zum Beispiel Tsamiko und Kalamatiano
nicht getanzt wurden. Diese Tänze wurden erst am Anfang des 20. Jahrhunderts
auf der Insel bekannt. Also die Tänze von Zakynthos, die bis heute bewahrt
sind, sind Syrtos Zakynthinos oder Levandinikos, der aber
viele Variationen von Dorf zu Dorf aufweist, die Amiri, ein satirischer
kreisförmiger Karnevalstanz, Giargitos der sogenannte “Tanz des
Thisseas” und Stavrotos. All diese Tänze sind von besonderem
volkskundlichem Interesse und heben das griechische Element in der Tradition
hervor.
Wenn es um die Musik geht, haben sich auf der Insel
mehrere Musikrichtungen entwickelt. Es gibt also die kirchliche Musik, die Arekien,
die Kantaden (Liebeslieder) und das Dimotiko (Volkslied). Insbesondere
sind die auf der ganzen Insel verbreiteten Arekien eine spezielle Art
vierstimmiger Volksgesänge, die in der Regel aus zwei Strophen bestehen und
nicht von Musikinstrumenten begleitet sind. Kantades wurden besonders in
der Stadt und den nahegelegenen Dörfern verbreitet. Obwohl sie zum Teil von dem
westlichen Element beeinflüsst wurden, sind sie keinesfalls ein
Imitierungsversuch, sondern eine Art ionischer kunstvoller Musik. Viele von den
Gedichten berühmter Dichtern wie zum Beispiel Solomos und Kalvos sind
hauptsächlich von einheimischen Komponisten vertont und werden bis zu diesem
Tag von dem Volk gesungen. Die zakynthischen Volkslieder, die als Dimotika
bekannt sind, begleiten die Einheimischen durch den Alltag (bei
Hochzeitsfeiern, Festen usw.) und sind ausgesprochen unterschiedlich von den Kantaden,
wenn es um den Stil aber auch den Inhalt geht. In den Volksliedern bzw. Dimotika
sind keine verfälschten italienischen Wörter aber auch keine Lehnwörter zu
finden.
Die Besucher der Insel können Kantades und Arekien
in mehreren Tavernen innerhalb der Stadt oder sogar in den Dörfern hören,
während die traditionellen Volkstänze man bei den Festen, Hochzeitsfeiern und
im Allgemeinen bei lokalen feierlichen Festlichkeiten der Einheimischen
zuschauen kann.
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